seit 1905

Vala Lamberger

(1877-1953)

...da stand sie mal wieder, die zierliche Frau mit ihrem großen Hut und ihrer Staffelei an irgendeinem Altstadtwinkel Heppenheims, erfasste mit sicherem Blick Motiv, Licht und Schatten und machte mit vortrefflicher Gewandtheit ein Bild...
So sahen sie viele Heppenheimer in den Jahren 1930 bis 1953.

Vala Lamberger, ein begnadetes Talent, das man aus heutiger Sicht nicht hoch genug einschätzen kann. Mit grenzenloser Malfreude und Schaffenskraft, mit virtuosem Stift und Pinsel, entstanden so eine große Anzahl von Ölgemälden, Kohle- und Tuschezeichnungen, die den Kunstfreund und Betrachter in Faszination versetzen können.

Die außerordentlich vielseitige Künstlerin, geboren am 21. August 1877 in Mainz, wuchs unter musischen Eltern mit berühmten Vorfahren auf und widmete sich in jungen Jahren der musikalischen Begabung, dem Klavierspiel. Als begabte Pianistin erhielt sie Unterricht von Hans Pfitzner und einer Schülerin Clara Schuhmanns. Erst als das ausgereifte Klavierspielen ihre körperlichen Kräfte letztlich stark überforderte, wechselte sie zu der noch größeren Veranlagung, der Malerei, über.

Vala Lamberger Blumen

Unter Professor Thieman (Leipzig), Professor Eugon Spiro (Berlin), Professor Walter Thor (München) und Picard le Doux (Paris) erhielt Vala Lamberger in den dreißiger und vierziger Jahren eine breite malerische Ausbildung und konnte mit dieser Grundlage ihr Talent entfalten. Sie war als Bildnis- und Landschaftsmalerin gleichermaßen erfolgreich, ob in Leipzig, Berlin, München, Paris, Graz Venedig, Remscheid oder Heppenheim.

Größere Ausstellungen hatte die Künstlerin in den zwanziger bis zu den vierziger Jahren in Paris, Mainz und Remscheid, die in der Presse ein hervorragendes Echo fanden und sie weit über die regionalen grenzen bekannt machte. Ob Hochofen, Kathedrale oder Hinterhof, alles wurde mit sicherem Können malerisch eingefangen. Mit Dank erinnern wir uns heute an diese große Künstlerin und Persönlichkeit, die mit 77 Jahren, am 20. September 1953 in Heppenheim verstorben ist. Vala Lamberger hat der Nachwelt zur Freude einen beachtlichen Schatz malerische Werke hinterlassen.
Text: G. Wagner

Nach ihr sind Strassen in Heppenheim, Neuhausen und Worms benannt.

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